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Ringier und OpenAI starten mehrjährige Zusammenarbeit

Der Schweizer Medien- und Marktplatzkonzern Ringier und OpenAI arbeiten künftig zusammen. Die mehrjährige Vereinbarung soll die Transformation von Ringier zu einer daten- und KI-getriebenen Unternehmensgruppe vorantreiben. Im Mittelpunkt stehen die Befähigung der Mitarbeitenden, Softwareentwicklung, digitale Marktplätze, Redaktionen sowie zentrale Unternehmensbereiche.

Dafür soll ChatGPT Enterprise schrittweise in der gesamten Ringier-Gruppe eingeführt werden. OpenAI begleitet die Einführung und die Entwicklung konkreter Anwendungsfälle. Die einzelnen Geschäftsbereiche – darunter Media, Sports Media, Marketplaces und Corporate Functions – sollen dabei eigenständig entscheiden, wo die Produkte und Services eingesetzt werden.

Keine Lizenzierung von Ringier-Inhalten

Die Vereinbarung betrifft den Einsatz von OpenAI-Produkten innerhalb des Unternehmens. Inhalte von Ringier sind nicht Gegenstand des Vertrags und werden nicht an OpenAI lizenziert.

Die Nutzung erfolgt über einen Enterprise-Vertrag mit Datenspeicherung in Europa. Das Data Protection Team von Ringier hat die eingesetzten Produkte geprüft und freigegeben. Für die Redaktionen gelten weiterhin die bestehenden Verantwortlichkeiten: Recherche, Einordnung und Veröffentlichung bleiben Aufgabe der Journalist. KI soll einzelne Arbeitsschritte unterstützen, aber keine redaktionellen Entscheidungen treffen.

Die OpenAI-Lösung wird dabei in das bestehende Technologie-Ökosystem von Ringier eingebettet. Google Workspace & Gemini bilden nach Angaben des Unternehmens die Grundlage für die tägliche Zusammenarbeit, während Palantir als intelligentes Daten-Betriebssystem eingesetzt wird.

Fünf Schwerpunkte für den KI-Einsatz

Die Zusammenarbeit konzentriert sich auf fünf Bereiche. Dazu gehören die Einführung von ChatGPT Enterprise und Schulungen zur Verbesserung der KI-Kompetenz und Produktivität sowie der Einsatz von OpenAI-Entwicklungswerkzeugen und autonomen Agenten in den IT-Teams.

Auf den digitalen Marktplätzen von Ringier soll die OpenAI-Schnittstelle unter anderem für intelligentere Suchen, dialogorientierte Nutzerführung und automatisierte Evaluationen eingesetzt werden. In den Redaktionen geht es um neue Arbeitsabläufe für KI-gestützte Recherche, die Strukturierung von Inhalten und die Unterstützung beim Abgleich von Quellen.

Auch zentrale Unternehmensbereiche wie Finance, HR, Legal und Communications sollen von KI profitieren. Dort soll sie unter anderem Routineaufgaben automatisieren, Analysen beschleunigen und die Servicequalität verbessern.

Marc Walder, CEO der Ringier AG, sieht die Zusammenarbeit als weiteren Schritt der digitalen Transformation: «Künstliche Intelligenz verändert die Medienindustrie fundamental. Die mehrjährige Zusammenarbeit mit OpenAI ist ein weiterer Schritt, diese Transformation aktiv mitzugestalten. Gemeinsam mit OpenAI wollen wir unsere Arbeitsabläufe anpassen, neue digitale Produkte und noch bessere Erlebnisse für unsere Nutzerinnen und Nutzer schaffen. Ein Prinzip bleibt unverändert: Technologie unterstützt den Menschen. Sie ersetzt journalistische Verantwortung und menschliches Urteilsvermögen nicht.»

Christoph Winter, Enterprise Lead für DACH bei OpenAI, sagt: «Ringier zeigt, wie ein führendes Medienunternehmen KI verantwortungsvoll in den Arbeitsalltag integrieren kann. Mit ChatGPT Enterprise erhalten die Mitarbeitenden ein leistungsfähiges Werkzeug, das sie dabei unterstützt, Ideen schneller zu entwickeln, Wissen besser zu nutzen und sich auf die Arbeit zu konzentrieren, bei der menschliches Urteilsvermögen und Kreativität entscheidend sind. Wir freuen uns darauf, Ringier auf diesem Weg zu begleiten.»

ringier.com

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