Die digitale Kommunikation gewinnt bei Schweizer Gemeinden zunehmend an Bedeutung. Laut der aktuellen Social-Media-Studie von Gromann Partner verfügen fast 50 % der 2’121 Schweizer Städte und Gemeinden über mindestens einen Social-Media-Kanal – ein Anstieg von gut 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Jahr 2024 lag der Anteil noch bei knapp 30 %, 2025 bei 36,4 %. Die Kommunikationsagentur zieht daraus die Schlussfolgerung: Social Media sei «nicht mehr die Ausnahme, sondern werde langsam zum Standardkanal».
Facebook bleibt unangefochten
Die am weitesten verbreitete Plattform ist nach wie vor Facebook: Rund ein Drittel der Gemeinden unterhält dort ein Profil. Danach folgen Instagram und die Businessplattform LinkedIn. YouTube und TikTok spielen bisher eine Nebenrolle. TikTok, besonders bei jungen Menschen beliebt, nutzen lediglich 2 % der Gemeinden. Die grösste Community hat aktuell die Stadt Thun mit mehr als 9’000 Followern.
Ländliche Gemeinden oft besonders erfolgreich
Überraschend zeigt die Studie, dass ländliche und periphere Gemeinden im Verhältnis zur Bevölkerungszahl oft mehr Follower:innen erreichen als zentrale Gemeinden. Nähe, Identifikation und ein klarer Alltagsbezug zahlen sich offenbar aus – «auch ohne grosse Kommunikationsabteilungen».
Regionale Unterschiede
Regionale Unterschiede werden ebenfalls deutlich: In der rätoromanischen Schweiz hat sich der Anteil der Gemeinden mit Facebook- und Instagram-Auftritt innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt. In Deutschschweizer und Westschweizer Gemeinden steigt die Präsenz auf Linkedin besonders stark. Städte wie Genf, Zürich oder Thun zeigen zudem, «welches Reichweitenpotenzial Social Media haben kann», vor allem auf Instagram, Linkedin oder Tiktok.
Die Studie verdeutlicht damit: Für die kommunale Kommunikation werden digitale Kanäle immer wichtiger – und manchmal erreichen kleinere Gemeinden ihre Einwohner:innen besonders effektiv online.