Social Media bleibt 2025 das zentrale Kommunikationsinstrument für die reputationsstärksten Schweizer NGOs. Das zeigt die neue Analyse «Top 20 Schweizer NGOs auf Social Media 2025» der Landau Media Schweiz AG. Ausgewertet wurden zwischen dem 1. Januar und 30. September 2025 über 6’600 Beiträge von 77 Social-Media-Profilen der Top-20-NGOs gemäss GfK Business Reflector.
Die Studie zeigt deutliche Verschiebungen im Plattformverhalten: Während Facebook und Instagram weiterhin die grösste Reichweite erzielen, entwickelt sich TikTok für NGOs zu einem besonders dynamischen Wachstums- und Engagementkanal. Die durchschnittliche Engagement-Rate liegt dort bei 24,2 % – ein Spitzenwert im Plattformvergleich. Rega und Fairtrade Max Havelaar verzeichnen besonders hohe Wachstumsraten (+217,17% bzw. +101,84%).
Auch Instagram bleibt eine Schlüsselplattform. Hier punkten NGOs mit Reels, Behind-the-Scenes-Einblicken und emotionalen Advocacy-Posts. Die Schweizer Paraplegiker-Stiftung erreicht mit ihren Inklusionsgeschichten die höchste Interaktionsrate (4,69%). Ärzte ohne Grenzen (MSF) – plattformübergreifend die stärkste NGO – wächst auf Instagram besonders deutlich (+46%) und erzielt dort fast 4% Interaktion.
Auf Facebook dominiert weiterhin Reichweite: Der Median liegt bei über 26’000 Follower:innen. Erfolgreich sind vor allem Emotion, persönliche Geschichten und interaktive Formate wie Gewinnspiele oder Behind-the-Scenes-Videos.
YouTube wird zunehmend über YouTube Shorts genutzt – insbesondere für medizinische Nothilfe, Krisenberichterstattung und technische Einblicke. Der Touring Club Schweiz erzielt auf dieser Plattform die grösste Reichweite (40’200 Follower), während das Schweizerische Rote Kreuz das höchste Engagement (2,89%) erreicht.
Deutlich rückläufig ist hingegen X (vormals Twitter): Alle NGOs verzeichnen dort ein negatives Followerwachstum (durchschnittlich –2,7%). Als Alternative gewinnt Bluesky an Bedeutung – besonders aktiv und erfolgreich positionieren sich dort WWF Schweiz, Greenpeace und Pro Natura mit faktenorientierter und politisch pointierter Kommunikation.
Die Analyse macht deutlich: Schweizer NGOs setzen 2025 stärker denn je auf visuelle, emotionale und interaktive Social-Media-Formate – und verlagern ihre Kommunikation dorthin, wo die Community am intensivsten interagiert.
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